Der Automarkt in der Schweiz steht weiterhin unter Druck

NEWS / 01.09.2026

Der Automarkt in der Schweiz steht weiterhin unter Druck

Im August erhielten 16'047 Neuwagen ihre Zulassung, was einem Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zugleich macht die Elektrifizierung Fortschritte: Elektroautos erlangten im August einen Marktanteil von 30,2 Prozent und Fahrzeuge mit Stecker übertrafen erstmals die Hybride.

Der Wiederanstieg des Marktes auf niedrigem Niveau bei Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein hat im August an Dynamik eingebüsst: Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Neuzulassungen von Personenwagen um 0,6 Prozent auf 16'047 Fahrzeuge. Seit dem Beginn des Jahres wurden 151’589 Neuzulassungen verzeichnet, was einem Anstieg von 1,8 Prozent gegenüber den ersten acht Monaten des vorangegangenen, sehr schwachen Jahres entspricht. Die wirtschaftliche Situation der Schweizer Automobilindustrie bleibt weiterhin sehr kritisch, und der Schweizer Gesamtmarkt liegt immer noch hinter dem europäischen Trend, der bis zur Jahresmitte um mehr als 5 Prozent gestiegen ist. 

 

Die Nachfrage nach vollständig elektrischen Personenwagen (BEV) zeigte im August im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres einen starken Anstieg um 48,7 Prozent, während die Nachfrage nach Plug-in-Hybriden (PHEV) um 4,3 Prozent zurückging. Die PHEV, die einen Verbrennungsmotor sowie einen batteriebetriebenen Elektroantrieb und eine Lademöglichkeit vom Stromnetz besitzen, repräsentierten im August 12,4 Prozent der Neuanmeldungen. Die sogenannten Steckerfahrzeuge (BEV und PHEV) erreichten seit Beginn des Jahres insgesamt 37,2 Prozent und haben damit erstmals die Hybridantriebe mit 36,7 Prozent überholt. Fahrzeuge mit ausschließlich Benzin- oder Dieselantrieb verlieren an Bedeutung und stellen noch 20,6 bzw. 5,5 Prozent der Neuzulassungen dar. Im August wurde lediglich jedes fünfte neue Fahrzeug ausschließlich mit fossilen Brennstoffen betrieben. Seit Jahresbeginn sind mehr als die Hälfte der neuen Personenwagen mit einem Allradantrieb ausgestattet (52,5 Prozent). 

 

Thomas Rücker, der Direktor von Auto-Schweiz, äußert sich: «Die Zahlen für August zeigen die weiterhin sehr schwierige Situation in der Branche. Der sehr niedrige Gesamtmarkttrend beeinträchtigt die Aussichten im Neuwagenhandel. Es ist eine dringende Notwendigkeit, die CO2-Vorschriften zu deregulieren und zu flexibilisieren, entsprechend den Regelungen im restlichen Europa. Außerdem sollten die wachsenden Zulassungszahlen von Steckerfahrzeugen nicht durch neue regulatorische Maßnahmen gebremst werden. Neue Steuern oder regulatorische Belastungen für Elektrofahrzeuge sind kontraproduktiv. Jede zusätzliche Abgaben wären unangemessen.»

 

https://www.auto.swiss/ 

 

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