Energie 360° fordert «Recht auf Laden» auch am Arbeitsplatz

NEWS / 25.09.2026

Energie 360° fordert «Recht auf Laden» auch am Arbeitsplatz

Energie 360° begrüsst den Vorschlag des Bundesrats für ein «Recht auf Laden» bei Wohnliegenschaften, fordert aber eine Ausweitung auf Gewerbeliegenschaften. Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz seien für die Elektrifizierung von Firmenflotten und eine alltagstaugliche Elektromobilität zentral.

Der Bundesrat hat die Anpassung des Energiegesetzes «Pflicht zur Erstellung einer Grundinstallation zum Laden elektrischer Fahrzeuge» bis zum 12. Oktober 2026 in die Vernehmlassung geschickt. Vorgesehen ist, dass Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer von Wohnliegenschaften eine Grundinstallation für das Laden elektrischer Fahrzeuge erstellen müssen, wenn Mietende oder Stockwerkeigentümer dies verlangen.

Energie 360° bezeichnet diese Regelung als minimalen Kompromiss und schlägt vor, sie auch auf Parkplätze auszuweiten, die zusammen mit Gewerberäumen vermietet oder überlassen werden. Aus Sicht des Unternehmens ist das Laden am Arbeitsplatz ein wichtiger Bestandteil der Elektromobilität. Gerade für Firmenflotten könnten entsprechende Ladeangebote die Elektrifizierung unterstützen.

Zudem sieht Energie 360° einen energiewirtschaftlichen Vorteil: Fahrzeuge könnten während des Arbeitstags geladen werden, wenn durch Photovoltaikanlagen besonders viel Solarstrom produziert wird. Damit liesse sich die Ladeinfrastruktur stärker mit der verfügbaren erneuerbaren Energie verknüpfen.

Der Verkehrssektor verursachte 2024 rund 38 Prozent des Schweizer Endenergieverbrauchs und ist weiterhin stark von fossilen Energieträgern abhängig. Elektromobilität kann laut Energie 360° dazu beitragen, fossile Treibstoffe durch erneuerbaren Strom zu ersetzen und die Energieeffizienz des Verkehrs zu erhöhen.

Energie 360° ist nach eigenen Angaben gemeinsam mit Gofast, Swisscharge und Move Mobility die grösste Anbieterin von Ladeinfrastruktur in der Schweiz. Das Angebot umfasst mehr als 25’000 Ladepunkte, darunter ein öffentliches Ladenetz mit bald über 8’000 Ladepunkten. Bis 2030 plant das Unternehmen zudem Investitionen von rund 150 Millionen Franken in den Ausbau des nationalen Ladenetzes.

 

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