Kia PV7 feiert Weltpremiere auf der IAA Transportion 2026

NEWS / 15.09.2026

Kia PV7 feiert Weltpremiere auf der IAA Transportion 2026

Mit dem PV7 baut Kia sein Angebot an elektrischen Nutzfahrzeugen aus. Der neue Transporter kommt 2027 als Cargo- und Passenger-Version nach Europa und bietet bis zu 460 Kilometer Reichweite.

Kia baut sein Engagement bei elektrischen Nutzfahrzeugen aus. Auf der IAA Transportation 2026 in Hannover hat der koreanische Hersteller den PV7 vorgestellt. Nach dem kleineren PV5 ist er das zweite Modell der eigens entwickelten PBV-Familie – die Abkürzung steht für «Platform Beyond Vehicle». Der PV7 richtet sich unter anderem an Flottenbetreiber, Logistikunternehmen, Shuttle-Dienste sowie kleine und mittlere Unternehmen.

 

Der elektrische Transporter basiert auf der E-GMP.S-Architektur von Kia und wird zunächst als Cargo- und Passenger-Modell angeboten. Zwei Batteriegrössen mit 71,5 und 96,2 kWh stehen zur Wahl. Je nach Markt und Ausführung leistet der Elektroantrieb bis zu 200 kW und 420 Nm. Standardmässig erfolgt der Antrieb über die Vorderräder, später soll eine Allradversion hinzukommen. Für den PV7 Cargo Long nennt Kia eine WLTP-Reichweite von mehr als 460 Kilometern.

 

Dank 800-Volt-Technik soll auch das Laden vergleichsweise schnell gehen. An einer 350-kW-Schnellladestation lässt sich die Batterie laut Hersteller in rund 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. Eine Besonderheit sind zwei Ladeanschlüsse: Neben dem kombinierten AC/DC-Anschluss an der Front kann optional ein zusätzlicher AC-Anschluss im hinteren Seitenbereich bestellt werden. Das soll vor allem im gewerblichen Alltag mehr Flexibilität schaffen.

 

Bei der Cargo-Version steht naturgemäss der Nutzwert im Vordergrund. Der PV7 Cargo Long bietet bis zu 6,1 Kubikmeter Ladevolumen, die Hochdachversion kommt auf bis zu 8,0 Kubikmeter. Die maximale Nutzlast beträgt je nach Variante bis zu 1200 Kilogramm. Im langen Modell finden bis zu drei Europaletten Platz, die Ladekante liegt bei 550 Millimetern. Ein spezieller Fahrmodus passt das Fahrverhalten zudem an unterschiedliche Beladungszustände an.

 

Die Passenger-Version ist dagegen für Shuttle- und Mietwagendienste, Tourismus und private Nutzer ausgelegt. Je nach Markt sind bis zu neun Sitzplätze vorgesehen – in Korea sogar elf. Beim Siebensitzer lassen sich die Sitze über ein Schienensystem flexibel herausnehmen und der jeweiligen Nutzung anpassen.

 

Kia versteht den PV7 allerdings nicht nur als Fahrzeug. Über ein digitales Business-Portal sollen Unternehmen unter anderem Flottenmanagement, Laden und Wartung verwalten können. Echtzeitüberwachung, vorausschauende Diagnose und eine proaktive Wartungsplanung sollen helfen, Standzeiten zu reduzieren. Auch eine V2L-Funktion ist an Bord, über die sich beispielsweise Werkzeuge und andere elektrische Geräte direkt mit Strom aus der Fahrzeugbatterie versorgen lassen.

 

Der PV7 bildet dabei erst einen weiteren Schritt in Kias Nutzfahrzeug-Offensive. Nach dem Marktstart 2027 soll die Baureihe auf insgesamt 23 Varianten anwachsen. Neben Cargo- und Passenger-Versionen sind ein Chassis Cab für Spezialaufbauten sowie zahlreiche Umbauvarianten vorgesehen. Für 2029 kündigt Kia mit dem PV9 bereits das nächste Modell seiner elektrischen PBV-Familie an. (pd/ir)

 

www.kia.ch

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