Schweizer Automarkt 2025: Etwas mehr als ein Drittel Steckerfahrzeuge

NEWS / 05.01.2026

Schweizer Automarkt 2025: Etwas mehr als ein Drittel Steckerfahrzeuge

Verursacht durch die europaweit rigideste CO2-Regulierung erreicht der Schweizer Automobilmarkt mit 233’737 Neuzulassungen 2025 den tiefsten Stand seit über 25 Jahren.

Mit 233’737 Neuzulassungen erfährt der Automobilmarkt in der Schweiz 2025 eine bedeutende Herausforderung. Im Vergleich zum vorherigen Jahr wurden fast 6000 weniger Fahrzeuge angemeldet, was einem Minus von 2,4 Prozent entspricht. Ohne die Corona-Pandemie zu berücksichtigen, ist dies der niedrigste Wert seit über einem Vierteljahrhundert. 

 

Der Schweizer Gesamtmarkt liegt weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre vor der Krise, welcher bei etwa 300’000 Neuanmeldungen jährlich lag, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern. Die Verluste im Schweizer Automobilsektor sind auf strenge CO2-Richtlinien, hohe Energiepreise und wirtschaftliche Unsicherheiten zurückzuführen, die sowohl Verbraucher als auch Unternehmen belasten. Dies führt zu weiteren Verzögerungen bei der Erneuerung des Fahrzeugbestands. Das Bundesamt für Statistik verzeichnete zuletzt ein Durchschnittsalter der Fahrzeuge von 10,5 Jahren, verglichen mit 7,4 Jahren vor 25 Jahren (2000).

 

Peter Grünenfelder, Präsident von Auto-Schweiz, äußert sich: «Der Automarkt in der Schweiz sinkt auf ein historisches Tief. Diese Entwicklung ist eine direkte Folge einer irreführenden Klimapolitik und einer in Europa einzigartigen Überregulierung von CO2, was ernsthafte Auswirkungen auf Importeure, Händler und die gesamte Schweizer Automobilbranche hat. Die Bundespolitik muss sich den Marktrealitäten anpassen. CO2-neutrale Mobilität ist nicht durch hohe Strafen und Planwirtschaft, sondern durch Technologieneutralität, ein effizientes Ökosystem und wirtschaftliche Anreize zu erreichen. Es ist notwendig, die Strafmaßnahmen zu eliminieren, auf neue Steuern für Elektrofahrzeuge zu verzichten und den vierprozentigen Importzoll abzuschaffen.»

 

Im Dezember 2025 wurden 26’744 Fahrzeuge neu zugelassen, was einem Anstieg von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (-0,4 Prozent). Der Dezember bestätigt sich erneut als der stärkste Monat des Jahres. Dieses Wachstum spiegelt ein wiederkehrendes saisonales Muster wider und sollte nicht als Zeichen einer Trendwende interpretiert werden. 

 

Zusammengenommen erreichen Steckerfahrzeuge im Gesamtjahr 2025 einen Marktanteil von etwas über einem Drittel (34%) aller Neuzulassungen in der Schweiz. Dabei entfallen 22,8 Prozent auf BEV und 11,2 Prozent auf PHEV. Steckerfahrzeuge nähern sich somit den Hybridfahrzeugen, die einen Gesamtmarktanteil von 35 Prozent haben. Im Jahr 2025 wurden 82'603 Hybride, 53'250 BEV und 26'189 PHEV (insgesamt 162'042 Einheiten) neu zugelassen.

 

Der steigenden Akzeptanz elektrifizierter Antriebe gegenüber steht ein markanter Rückgang bei traditionellen Verbrennungsmotoren. Diesel-Fahrzeuge verzeichnen ein Minus von etwa 30 Prozent und Benziner einen Rückgang von ungefähr 20 Prozent. Zusammen erreichen diese Antriebsarten im Neuwagenmarkt 71'685 Einheiten. 

 

Thomas Rücker, Direktor von Auto-Schweiz, kommentiert: «Trotz eines Angebots von über 300 attraktiven E-Modellen durch unsere Mitglieder und trotz verlockender Einstiegsangebote, gestaltet sich der Hochlauf emissionsarmer Fahrzeuge sowie die Erneuerung des Fuhrparks in der Schweiz zögerlich. Für ein beschleunigtes Wachstum sind eine E-Mobilitäts-freundliche Politik, niedrigere Strompreise und ein signifikanter Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur erforderlich.» 

 

www.auto.swiss

 

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