Studie zeigt: Fuhrparks werden elektrischer – jedoch langsamer als geplant Bildcredit: DKV Mobility

NEWS / 26.03.2026

Studie zeigt: Fuhrparks werden elektrischer – jedoch langsamer als geplant

Eine Studie von DKV Mobility offenbart, dass zahlreiche Unternehmen in Europa beabsichtigen, ihre Fahrzeugflotten zu elektrifizieren. Dabei stoßen sie jedoch auf wachsende Kosten und strukturelle Barrieren.

Die fortschreitende Elektrifizierung von Firmenfuhrparks in Europa nimmt an Geschwindigkeit zu, ist jedoch weiterhin mit Komplexitäten verbunden. Aus einer aktuellen Untersuchung von DKV Mobility geht hervor, dass die meisten Unternehmen planen, innerhalb der nächsten zwei Jahre verstärkt in reinelektrische Fahrzeuge zu investieren. Dennoch bremsen wirtschaftliche und infrastrukturelle Herausforderungen diesen Fortschritt.

Im Rahmen der Studie wurden über 1’700 Fuhrparkleiter in acht europäischen Staaten befragt. Etwa 56 Prozent der befragten Unternehmen streben an, ihre Flotten in Zukunft stärker zu elektrifizieren. Obwohl derzeit vor allem Diesel – und generell klassische Verbrennungsmotoren – noch vorherrschen, verlieren diese zukünftig an Relevanz. Plug-in-Hybride bleiben vorerst für viele Unternehmen eine Zwischenlösung.

Markante Differenzen zeigen sich zwischen den einzelnen Ländern. Während die Niederlande schon einen beachtlichen Anteil rein elektrischer Fahrzeuge in den Unternehmensflotten vorweisen können, geht die Umstellung in Mittel- und Osteuropa wesentlich langsamer vonstatten. Deutschland befindet sich im europäischen Durchschnitt, weist aber eine vergleichsweise hohe Verbreitung eigener Ladeinfrastrukturen auf Unternehmensgeländen auf.

Tatsächlich setzen viele Firmen gezielt auf den Ausbau eigener Ladelösungen: Neun von zehn Unternehmen mit Elektrofahrzeugen besitzen bereits die nötige Infrastruktur am Standort. Viele planen zudem, diese in den nächsten Jahren weiter zu verstärken, um Abhängigkeiten von der öffentlichen Ladeinfrastruktur zu vermindern, die oft als nicht ausreichend angesehen wird.

Als gröste Herausforderungen werden insbesondere die steigenden Kosten genannt. Hierzu gehören sowohl die Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge als auch die zunehmenden Energiepreise. Weiterhin sind die Bedenken bezüglich der Reichweite und der Verfügbarkeit von öffentlichen Schnellladestationen von Bedeutung. Diese Aspekte sind entscheidend für die Geschwindigkeit der Flottenumstellung.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass die Umstellung nicht nur eine technische, sondern vor allem eine wirtschaftliche und strategische Herausforderung darstellt. Neben dem Kostenfaktor und der Infrastruktur sind auch zunehmende Anforderungen an die Nachhaltigkeit entscheidend, insbesondere für größere Betriebe und den Transportbereich.

Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass die Elektrifizierung von Unternehmensflotten in Europa zwar gut voranschreitet, aber keineswegs gleichmäßig erfolgt. Ausschlaggebend wird sein, inwieweit sich Rahmenbedingungen wie Energiepreise und Ladeinfrastruktur parallel zur Nachfrage nach Elektrofahrzeugen entwickeln.

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