Skoda Epiq: Skodas elektrischer Türöffner
Posted by: Mario Borri
Mit dem Epiq erweitert die tschechische VW-Tochter ihr Elektroangebot nach unten. Der 4,17 Meter lange, 1,80 Meter breite und 1,58 Meter hohe City-SUV basiert auf der neuen MEB+-Plattform mit Frontantrieb. Das geschlossene Tech-Deck-Face, T-förmige Leuchten und kräftige Radhäuser prägen die neue Designsprache «Modern Solid».
Fährt wie ein Grosser
Auf der Fahrt von München nach Seefeld im Tirol wirkte der Skoda Epiq erstaunlich erwachsen. Ob auf Autobahnen, Land- oder Passtrassen: Trotz seiner kompakten Abmessungen fährt er wie ein grösseres Auto, bleibt stabil und sicher in der Spur und rollt angenehm ruhig ab. Im B-Modus ermöglicht er One-Pedal-Driving fast bis zum Stillstand.
Das zunächst erhältliche Topmodell Epiq 55 leistet 211 PS und 290 Nm. Sein 55-kWh-Akku ermöglicht theoretisch mehr als 430 km Reichweite. Auf der Testfahrt schafften wir gemäss Bordcomputer fast 400 km. Von 10 auf 80 Prozent lädt er in 24 Minuten, die Spitze ist auf 160 km/h begrenzt. Auch bidirektionales Laden ist mit einem entsprechenden Adapter möglich.
Viel Platz fürs Gepäck
Vorne sind die Platzverhältnisse ordentlich, im Fond bleibt die Beinfreiheit trotz Elektroarchitektur beschränkt. Dafür trumpft der Epiq beim Gepäck auf: 475 Liter Kofferraumvolumen gehören zu den besten Werten der Klasse.
Das Cockpit ist klar aufgebaut, im Zentrum steht ein 13-Zoll-Touchscreen. Es gibt aber auch haptische Bedienelemente. Eine komplette Sicherheits- (z. B. Adaptive Cruise Control, Fernlichtassistent, Spurhalter) und Komfortausstattung (z. B. Canton Soundanlage, kabellose Mobile-Anbindung, 2-Zonen-Klimaanlage) sowie die «Simply clever»-Features wie Regenschirm und Eiskratzer sind schon beim aktuellen Einstiegsmodell «Selection» serienmässig an Bord.
Recycelte Stoffe und die tierfreie Lederalternative Techtona setzen zeitgemässe Akzente. Daneben erinnern einfachere Kunststoffe daran, dass der Epiq als Einstiegsstromer gedacht ist.
Günstig kommt später
Umso ambitionierter wirkt der Preis: Der ab sofort bestellbare Epiq 55 «Selection» kostet mindestens 37'800 Franken, die etwas reichhaltiger ausgestattete und mit orangen Akzenten aufgehübschte «First Edition» 40'000 Franken. Das günstigere Versprechen folgt später. Der Epiq 35 mit 115 PS, 37-kWh-LFP-Batterie und bis zu 310 km Reichweite startet ab 25'900 Franken. Wann er in der Schweiz bestellbar sein wird, ist allerdings noch offen.